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Den
uralten Traum von ewiger Jugend und Schönheit
konfrontiert der Fotograf Bernd Müller mit der Realität
des Alterns, des Verwitterns, der Zerstörung und dem
Untergang. In Mitten von postindustriellen Trümmern
wird feminine Harmonie zeitgleich zum Außenseiter und
zum Mittelpunkt. Ein Ausdruck des Übergangs von Ordnung
zum Chaos, der wie ein Pendelschlag wieder dahin zurück
kehrt. Doch neben der depressiven Sicht ist auch die
hoffende Interpretation zulässig. Das Leben, welches
sich die trostlose Wüste zurückerobert, urbanisiert
und Gevatter Tod in seine Schranken verweist. Denn es
sind die Frauen, die mit ihrem Leib uns eine neue
Zukunft gebären können. Aber auch diese wird keine lichte,
sondern wieder eine der Ambivalenz sein, wie der
Künstler sie in seinen eindringlichen Bildern so
virtuos beschreibt.
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